Bestattungsarten

Erdgrab
Erdgrab

Erdbestattung

Die Erdbestattung ist die traditionelle Art der Beisetzung in Österreich, liegt jedoch mittlerweile knapp hinter der Anzahl an Feuerbestattungen.


Bei der Erdbestattung wird der Verstorbene mit dem Sarg von der Kirche oder Verabschiedungshalle zum Grab geleitet und dort beigesetzt.


Am Grab kann sich jeder Trauernde mit Handblumen, Weihwasser oder Erde noch einmal vom Verstorbenen verabschieden.

Feuerbestattung
Feuerbestattung

Feuerbestattung

Die Feuerbestattung teilt sich üblicherweise in die Verabschiedung am Sarg und die Beisetzung der Urne. Die Verabschiedung wird meist als offizielle Trauerfeier organisiert, zu der Verwandte und Freunde eingeladen sind.


Die Beisetzung der Urne findet meist im Familienkreis statt und gibt den engsten Angehörigen die Möglichkeit den Verstorbenen in einer sehr privaten Runde auf seinem letzten Weg zu begleiten.


Die Zahl der Feuerbestattungen steigt stetig und liegt derzeit bei etwa 60 Prozent. Auch die verschiedensten "alternativen" Beisetzungsvarianten der Urne sind oft ein Grund für die Feuerbestattung.

Gruftbestattung

Eine Gruft ist ein gemauerter Raum, in dem der Sarg beigesetzt wird. Der Verstorbene wird somit nicht der Erde (und damit dem Zerfall) übergeben, sondern verbleibt in einem luftdicht verlöteten Metallsarg auf Dauer in der Gruft.


Die Trauerfeier verläuft gleich dem Erdbegräbnis, lediglich das Nachreichen von Erde am Grab ist nicht möglich bzw. sinnvoll.

Naturbestattung (Baumbestattung)

Bei der Baumbestattung wird die (biologisch abbaubare) Urne zwischen den Wurzeln eines Baumes beigesetzt um die Asche sinnbildlich dem Kreislauf der Natur zu übergeben. Meist trägt eine Steinsäule den Namen des Verstorbenen und dessen Lebensdaten. Es handelt sich hierbei um eine pflegefreie Grabstätte, da sich der Friedhof um die Rasenfläche kümmert.

Donaubestattung

Die Donaubestattung ist in Oberösterreich nicht erlaubt, jedoch z.B. in Niederösterreich (somit ab Enns) möglich. Die Beisetzung erfolgt vom Schiff aus. Die (wasserlösliche) Urne wird in einer kurzen Trauerfeier dem Fluss übergeben, eine Urkunde vermerkt den genauen Beisetzungsort. Der Urne können Blumen oder Blütenblätter nachgereicht werden. Eine Gedenkstätte ist in diesem Fall nicht vorhanden.

Die Urne zu Hause

Grundsätzlich muss (in Österreich) jede Urne auf einem Friedhof beigesetzt werden. Erlässt die Gemeinde, in der die Urne beigesetzt werden soll, jedoch einen Bescheid, der die Beisetzung auf privatem Grund erlaubt, so darf die Urne den Angehörigen ausgehändigt werden. Das Gesetz schreibt als Voraussetzung eine pietät- und würdevolle Beisetzung vor. Es liegt also im Entscheidungsspielraum der Behörde, ob z.B. die Aufbewahrung in einer Wohnung zulässig ist. Der Bescheid verfällt jedoch, sobald das Grundstück verkauft wird. Dann ist die Urne wieder auf einen Friedhof zu überstellen.

Diamantbestattung

Bei der Diamantbestattung, die in der Schweiz vorgenommen wird, wird der Urnenasche der Kohlenstoff entnommen, der unter hohem Druck und hohen Temperaturen zu einem Diamanten gepresst wird. Die restliche Asche kann sowohl zurückgeschickt und in Österreich beigesetzt, als auch von der Fa. Algordanza in der Schweiz beigesetzt werden. Die Herstellung eines Diamanten benötigt etwa ein halbes Jahr.