Testament

Ein Testament ist die Verfügung über das eigene Vermögen oder einen Teil davon und die Regelung, wem es im Todesfall zukommen soll. Es ist somit eine abweichende Regelung zur gesetzlichen Erbfolge, die immer dann eintritt, wenn kein Testament vorliegt. Gewisse Teile der gesetzlichen Erbfolge (Pflichtteile) können jedoch auch mit einem Testament nicht umgangen werden.


Sollte ein Testamten nicht über einen Rechtsanwalt, Notar oder Bezirksgericht hinterlegt worden sein empfiehlt es sich zumindest einer Vertrauensperson den Aufbewahrungsort des Testaments mitzuteilen um einen Verlust oder ein erst sehr spätes Auffinden vorzubeugen.

Das eigenhändige Testament

Eigenhändig bedeutet hier wirklich die Handschrift des Erblassers. Es muss mit dem vollen Namen unterschrieben sein wobei hier die Unterschrift wirklich unterhalb des letzten Willens (also am Ende des Testamentes) gesetzt werden muss. Nachfolgende Teile sind nicht gültig. Weiters ist es sinnvoll ein Datum auf dem Testament zu vermerken, da ein neueres Testament das ältere aufhebt (und sich sonst nur schwer feststellen lässt, welches das letzte war).


--> Muster eines eigenhändigen Testaments (help.gv.at)

Das fremdhändige Testament

Dieses Testament kann auch mit dem PC oder einer Schreibmaschine verfasst werden. Es müssen 3 ausdrücklich als Zeugen deklarierte Personen das Testamten mit unterschreiben (zumindest 2 müssen gleichzeitig anwesend sein), wobei diese Zeugen nicht im Testament bedacht werden dürfen (um Missbrauch vorzubeugen). Die Zeugen müssen volljährig (18 Jahre), der Sprache des Erblassers mächtig und im Stande sein, die Erstellung des Testaments geistig zu erfassen. Den Inhalt des Testamtents selbst müssen die Zeugen nicht kennen.


--> Muster eines fremdhändigen Testaments (help.gv.at)

Das mündliche Testament

Diese Testamentsform ist nur möglich, wenn (Lebens-)Gefahr droht, dass der Erblasser stirbt oder die Fähigkeit zu testieren verliert. In diesem Fall kann auch vor zwei fähigen Zeugen (geschäftsfähig, nicht selbst erbberechtigt bzw. befangen) mündlich der letzte Wille erklärt werden. Ein so erklärter letzter Wille ist nur für die Dauer von drei Monaten ab Wegfall der Gefahr wirksam.

Das öffentliche Testament

Dieses Testament wird vor einem Richter oder Notar abgegeben, der sich von der Testierfähigkeit überzeugen muss. Das Testament wird nach Abschluss in ein öffentliches Testamentsregister eingetragen über die es der Notar, der die Verlassenschaft abhandelt, anfordern kann.